Planet der Offiziellen Seiten der Piratenpartei

24. June 2016

Blog der Berliner Piraten

Quo vadis UK – quo vadis EU

Die PIRATEN Berlin sind über den Brexit bestürzt. Gerade die Berliner_innen fühlen sich als Europäer unter Europäern. In der Vielfalt der Union ist eine schmerzhafte Lücke entstanden.
Der Landesvorsitzende Bruno Kramm fasst den Brexit folgendermaßen zusammen: „Auch wenn das Königreich zu den Nutznießern der EU zählt, aber im Einigungsprozess ständig die Handbremse zog, ist der Brexit ein Warnschuss für die europäische Union. Wer jetzt dennoch in Angststarre auf weitere Referenden wartet, hat vergessen, wie wichtig die EU für ein friedliches Miteinander und das Pflegen gemeinsamer Werte sein könnte. Scheinbar sind es nur rechts-populistische, nationale Egoismen und Vorurteile, die eine Nation dazu bewegen, in einer grundsätzlich zu befürwortenden Volksabstimmung dem Ausstieg zuzustimmen. Dabei ist das Votum vor allem der hilflosen Wut der Menschen geschuldet, die aus Angst vor einem ungezügelten  Kapitalismus, undurchsichtigen Freihandelsabkommen, scheinbar unbändigem Eurozentrismus und unkontrollierbarem Lobbyismus die Notbremse im nationalen Alleingang suchen. Partizipation, Transparenz und menschliche Werte müssen jetzt in der dringenden Reform als Richtschnur der verbleibenden EU-Mitglieder das Vertrauen der Bürger_Innen Europas zurückgewinnen. Europa als unsere gemeinsame Wiege ist für alle Menschen in Europa längst Selbstverständlichkeit – das Vertrauen in die Institutionen dagegen war noch nie auf so einem Tiefpunkt wie heute.“
In diesem Zusammenhang laden wir zum Politbrunch [1] mit dem Thema 
England ade? – Neue Perspektiven für Europa am 26. Juni 2016
in das Piraten-Vor-Ort-Büro Schöneberg, Crellestraße 33, 10827 Berlin,  ein. 
Das britische Referendum ist deutlicher als erwartet ausgegangen. Bereits gegen 2:00 am Morgen zeichnete sich ab, dass die Befürwortung des EU-Austritts in den Wahlkreisen höher sein wird, als in den Umfragen erwartet.
Es wird abzuwarten sein, wie Großbritannien mit diesem Ergebnis umgeht. Es ist zu erwarten, dass Nordirland auf ein Referendum zur Wiedervereinigung mit den bereits unabhängigen Provinzen drängen wird, auch ein neues Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands ist wahrscheinlich.
Die EU darf sich jetzt nicht gegen die Briten stellen, muss aber klarmachen, dass es für einen EU-Austritt keine besonderen Privilegien geben darf. Eine Teilnahme am EWR (Europäischen Wirtschaftsraum) ist nur möglich, wenn alle geltenden Regeln akzeptiert werden. Ob die Briten am Ende auch in Zukunft Personenfreizügigkeit akzeptieren und in den EU-Haushalt einzahlen werden, ist allein ihre Entscheidung. Einen Briten-Rabatt kann es dabei allerdings nicht mehr geben.
Nach Meinung der PIRATEN Berlin sind die britischen Wählerinnen und Wähler auf falsche Tatsachenbehauptungen und dumpfe nationalistische Parolen hereingefallen. Die Existenz von prekären Arbeitsverhältnissen, fehlendem bezahlbarem Wohnraum und schlechter gesundheitlicher und sozialer Versorgung wurde pauschal der EU und den EU-Migranten angelastet. Die bittere Wahrheit wird sein, dass nach einem EU-Austritt die Lebensverhältnisse der Menschen nicht besser sein werden.
Für die EU bietet der Ausgang des Referendums die Chance, ohne britischen Bremsklotz Probleme besser angehen zu können. Dies wird aber nur gelingen, wenn es zu einem Neustart kommt, der die Bürgerinnen und Bürger wieder mit einbezieht.

by Gabriele Biwanke-Wenzel at 24. June 2016 10:45 AM

Flaschenpost

Brexit gegen jede Vernunft – aus tiefstem Herzen gegen Europa

Grossbritanien in der EU | CC BY Michael Renner

EU plus Großbritannien | CC BY Michael Renner

EU plus Großbritannien | CC BY Michael Renner

Die Briten fremdelten schon immer mit der Mitgliedschaft in der EU. Das Vereinigte Königreich führte seit seinem Beitritt in die damalige EG (Europäische Gemeinschaft) ein Dasein am Rande (“I want my money back“, die Sonderregelung für ein Großbritannien ohne den Euro und weiterhin Grenzkontrollen). Auf beiden Seiten des Kanals schwand mit den Jahren die Hoffnung, dass England im gemeinsamen europäischen Projekt eine Ersatzbestätigung der schwindende Bedeutung als Kolonialmacht findet und schwand von “No” zu “No”, von denen es in der über 40-jährigen Mitgliedschaft genug gab, stetig weiter. David Cameron trieb den britischen Sonderweg auf die Spitze. Nicht England sollte sich an gemeinsame Standards anpassen, nein, die EU solle britischer werden, sonst drohe der Austritt! Der Ministerpräsident bekam in Brüssel die “Reformen”, die er verlangte, doch damit konnte er nun die Abstimmung, gestartet mit dem bedeutungsschwangeren Begriff Brexit, nicht mehr zu einem “Ja” der Briten wenden.

Während von den Brexit-Befürwortern in ihren Kampagnen Großbritanniens Unabhängigkeit als Vorteil herausgestellt wurde (alleine sei das Land stärker), malten die EU-Befürworter Drohkulissen, in denen durch den weiter entfernten europäischen Markt ein geringeres Wachstum mit vielen Arbeitslosen die Hauptrolle spielte. Letztlich redeten die zwei Gruppen aneinander vorbei, wobei die eine eine Vision präsentierte und die andere vor Risiken warnte. Die Briten stimmten nun für die Vision: Besser unabhängig und bedeutungslos als ein kleines Rädchen unter 28 anderen zu sein.

Nach Auszählung der Stimmen und der Gewissheit über den Austritt müssen die Bedingungen des Austritts verhandelt werden. Der Brexit bedeutet nicht das Ende der EU wie manche fürchten, wie es auch nicht das Ende eines wirtschaftlich starken Großbritanniens bedeutet – jedoch auch nicht die Wiedergeburt der Insel als Wirtschaftsriese, der von anderen Ländern bewundert oder gar gefürchtet wird. Nach dem Austritt werden Länder mit gemeinsamen Abkommen wie beispielsweise die Schweiz (Schengen) oder Norwegen (EFTA) näher an Brüssel sein als London, mit dem nach dem Austritt alles neu verhandelt werden muss. Dabei werden auf Seiten Brüssels 27 Vertreter auf einer Seite des Verhandlungstisches sitzen, während London dann zeigen muss oder kann, ob es alleine tatsächlich stärker agieren kann. Eines wird sich bei diesen Verhandlungen nicht ändern: Englisch wird weiterhin die Verhandlungssprache Nr. 1 in der EU sein. Denn auch wenn nach dem Brexit Englisch nur noch bei den EU-Mitgliedern Malta und Irland Amtssprache ist (zum Vergleich: Französisch ist in drei EU-Mitgliedsstaaten die dominierende Sprache, deutsch gar in vier Ländern Amtssprache). Die Erkenntnis, dass Englisch als Amtssprache Nr. 1 nichts mit England selbst zu tun hat, wird in London Bitterkeit hervorrufen.

Für die EU wird der Austritt Chance und Aufgabe zugleich sein. Chance auf eine “EU der Willigen”, um einen Ausspruch von Gorges W. Bush abzuwandeln. Eine EU ohne einen ewigen Nein-Sager, einem Mitgliedsstaat, für den jedes Abkommen einen eigenen Vorteil bringen muss statt nur in der Summe, quasi unter dem Strich, einen Vorteil für den ganzen Kontinent gibt. Aufgabe, weil es weitere EU-Staaten gibt, die sich am europäischen Tisch satt essen, doch sich ausklinken, sobald es gilt die mit der Mitgliedschaft verbundene Aufgaben wahr zu nehmen. Gut möglich, dass auch diese Länder abspringen, sobald aus Brüssel und Straßburg durch ein klares “out is out” Grenzen gesetzt werden. Ob nun existenzbedrohnde Zölle erhoben werden, jetzt, wo es keinen “gemeinsamen Markt” mehr gibt, ist nicht ausgemacht. Verwerfungen für den Finanzplatz gelten jedoch als sicher. Englands Banken hatten die strengen EU-Regeln stets sehr frei ausgelegt. Ob ein für sich alleine stehendes Großbritannien mit ähnlich viel Nachsicht an internationalen Finanzmärkten rechnen darf, ist mehr als unwahrscheinlich.

Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass die EU-Gegner in Frankreich, Deutschland, Polen, Italien nun ebenfalls nach Abstimmungen rufen und sich im Aufwind sehen. Die Aufgabe für alle EU-Institutionen wird es sein, den Bürgern der verbliebenen Ländern die Vorteile einer starken Union verständlich zu machen. Wenn dies gelingt, kann der Brexit zu einer besseren, selbstbewussteren EU führen: einer Gemeinschaft, die ihre Bürger wieder mitnimmt, statt über sie zu bestimmen.

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by Michael Renner at 24. June 2016 05:36 AM

23. June 2016

Blog der Berliner Piraten

Henkel außer Rand und Band

Seit gestern findet wieder ein massiver Polizeieinsatz in der Rigaer Straße 94 statt. Rund 300 Polizist_innen räumen auf Veranlassung der Hausverwaltung Teile des Gebäudes.

PIRATEN Berlin verurteilen diesen vollkommen unverhältnismäßigen Einsatz.

Dazu sagt Simon Kowalewski, stellvertretender Vorsitzender der PIRATEN Berlin:

„CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel musste wegen seiner Unfähigkeit, den Antrag auf Videoüberwachung der sogenannten ‚Gefahrengebiete‘ rechtzeitig einzureichen, seine Position als Law-and-Order-Fetischist schnell anders verdeutlichen. Opfer dieses Wahlkampfes um Stimmen aus dem ganz rechten Lager sind wieder einmal die Menschen, die seit 1990 in der Rigaer Straße 94 ein wichtiges alternatives Kulturzentrum und Lebensprojekt pflegen.

Nachdem im Januar von 500 Polizist_innen und dem SEK die Brennholzvorräte der Hausgemeinschaft ausgeplündert wurden, wird dieses Mal unter Polizeischutz die ‚Kadterschmiede‘ und die Werkstatt geräumt, die Orte, die das gemeinschaftliche Herz des Projekts darstellen. Dies ist ein weiterer Schritt zur vollständigen Räumung eines der letzten besetzten Häuser in Berlin, die seit der Wende die Berliner Kultur entscheidend prägten und jetzt im Sinne der monetären Verwertung der von ihnen mitgeprägten Stadtgesellschaft verschwinden sollen.

Besonders niederträchtig ist die Ankündigung der Hausverwaltung, die geräumten Gemeinschaftsräume zu ‚marktüblichen Preisen‘ an Geflüchtete vermieten zu wollen. Gerade Projekte wie die Rigaer Straße 94 oder die Wagenburg Kanal in Neukölln waren es, die geflohene Menschen stets willkommen geheißen haben. Die zuständigen Behörden hingegen zwangen sie aufgrund ihrer Unfähigkeit in die Obdachlosigkeit oder lagerten sie in Massenünterkünften ein, was jetzt auch statt der vorbildlichen Integrationsprojekte passieren soll.

Die PIRATEN Berlin unterstützen den Erhalt und den Ausbau von autonomen Orten, an denen Menschen aller Hintergründe selbst bestimmt leben können, ohne sich der kapitalistischer Auswertungslogik zu unterwerfen.“

Direkt am Ort ist Felix Just, Bezirksverordneter der Piratenfraktion Friedrichshain-Kreuzberg:

„Wir missbilligen diesen Wahlkampfauftakt von Herrn Henkel auf Schärfste. Der Verdacht liegt nahe, dass diese Polizeieinsätze, die jeglicher Verhältnismäßigkeit entbehren, in erster Linie vom Versagen und der Konzeptlosigkeit des Innensenators abgelenken sollen.

Wir fordern den Innensenator Henkel und die Senatsverwaltung für Inneres sowie die Berliner Polizeiführung auf, die Politik der Eskalation umgehend zu beenden und im Interesse aller, d.h. sowohl der Polizist_innen als auch der Anwohner_innen des Kiezes rund um die Rigaer Straße, zur im Bezirk bewährten Politik der Deeskalation zurückzukehren. Es müssen Strategien entwickelt werden, die geeignet sind, die Konflikte an ihren Wurzeln anzugehen anstatt diese mit martialischer Symbolpolitik zu vertiefen.

Insbesondere die Entscheidung, die Rigaer Straße und ihr Umfeld zur Gefahrenzone zu erklären und die daraus resultierenden anlasslosen Personenkontrollen sind umgehend aufzuheben. Diese werden von vielen Anwohner_innen als reine Schikane und Provokation empfunden.“

by deBaer at 23. June 2016 02:41 PM

Piraten Offenburg

Bundesregierung verbietet anonyme Prepaid-SIMs, wir verlosen welche

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Wir verlosen 11 bereits registrierte SIM-Karten, die ohne die Angabe weiterer Daten anonym genutzt werden können.
Wer eine der Karten gewinnen möchte, sendet bitte einfach bis zum 30. Juni 2016 eine E-Mail an aktionen@piratenpartei-bw.de

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Die Bundesregierung hat uns wieder ein Stückchen Freiheit und Privatsphäre zugunsten vermeintlicher Sicherheit genommen: Prepaid-Karten für Mobiltelefone dürfen in Zukunft in Deutschland nur noch gegen Vorlage eines Ausweises verkauft werden. Mit den Stimmen von CDU, CSU und SPD wurde heute im Bundestag das „Gesetz zum besseren Informationsaustausch bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus“ verabschiedet. Zwar mussten Provider auch bislang schon die Daten der Kunden erheben, obwohl sie für Abrechnungszwecke bei Prepaid-Karten eigentlich keine persönlichen Daten der Nutzer benötigen, jedoch war es möglich, Karten, die auf Phantasienamen registriert sind, zur anonymen Kommunikation zu nutzen.

Der Wegfall dieser Möglichkeit trifft vor allem Menschen, die sich mit anonymen SIM-Karten etwas vor der Massenüberwachung durch Maßnahmen wie der Vorratsdatenspeicherung, der Funkzellenabfrage oder der Bestandsdatenauskunft schützen wollen. Wieder einmal werden alle Nutzer moderner Telekommunikation unter Generalverdacht gestellt, um eine flächendeckende Überwachung aller Menschen auch ohne Anfangsverdacht zu erreichen. Durch Vorratsdatenspeicherung, die ebenfalls durch eine Mehrheit der Regierungsparteien vor einigen Monaten im Bundestag verabschiedet wurde, hat der Einsatz von anonymen SIM-Karten deutlich an Relevanz gewonnen. Denn nach dem aktuellen Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung müssen nicht nur Verbindungs- sondern auch Standortdaten für mehrere Wochen gespeichert werden. Für die vielen Menschen, die heute ein Smartphone immer bei sich tragen bedeutet das, dass ein lückenloses Bewegungsprofil über sie erstellt wird. Gerade wenn man auf die eigene Privatsphäre bedacht ist, ist dies ein wahrhafter Alptraum. Selbst das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt die Nutzung anonymer SIM-Karten als mögliche Schutzmaßnahme.

Doch eine absolute Sicherheit vor Terroristen und Verbrecher wird auch durch solche Gesetzesverschärfungen sicher nicht erreicht. Denn wer Böses im Schilde führt, wird auch weiterhin Wege finden, an anonyme SIM-Karten zu kommen. Etwa indem die Karten anderen unverdächtigen Menschen abgekauft werden, die dann stattdessen in das Ziel der Ermittlungen geraten, oder durch das Nutzen gestohlener oder ausländischer Karten.

Gerade in einer Zeit, in der durch eine immer tiefer greifende Digitalisierung des Lebens immer mehr und intimere Daten anfallen, halten wir PIRATEN es für besonders notwendig, die Privatsphäre zu schützen und nicht alle Freiheiten wegen einer Terrorhysterie zu aufzugeben. Dieses Gewinnspiel ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein der Massenüberwachung, jedoch setzen wir uns auch auch jenseits davon für eure Bürgerrechte ein. So gibt es z.B. eine von der Piratenpartei unterstützte Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung. Außerdem hat Patrick Breyer, der als Abgeordneter für die Piratenpartei im Landesparlament von Schleswig-Holstein sitzt, eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht, um die Verfügbarkeit anonymer SIM-Karten weiterhin zu ermöglichen.

Details zum Gewinnspiel

Wer eine der Karten gewinnen möchte schreibt bitte eine E-Mail an aktionen@piratenpartei-bw.de
Teilnahmeschluss für das Gewinnspiel ist der 30.Juni 2016 23:59 Uhr. Die Gewinner werden per Los bestimmt. Wir melden uns per E-Mail bei den Gewinnern. Ihr müsst also für die Teilnahme zunächst keine Adresse mitsenden. (Es handelt sich hier um dasselbe Gewinnspiel, wie ihr es auch auf Piratenpartei.de findet, sendet also bitte nur eine E-Mail an aktionen@piratenpartei-bw.de)
Gerne könnt ihr auch mit einer verschlüsselten E-Mail an unserem Gewinnspiel teilnehmen. Ihr findet den PGP-Schlüssel dafür unter der ID 0xCD440360575DA4A4 auf den Schlüsselservern. Der Fingerabdruck des Schlüssels lautet:
249E C9CF 93AE FC33 2599 0DDA CD44 0360 575D A4A4
Wer mit einer korrekt verschlüsselten PGP-Mail teilnimmt bekommt die doppelte Chance zu gewinnen, also zwei Lose.

Wie bekomme ich eine anonyme SIM-Karte, wenn ich nicht bei diesem Gewinnspiel gewinne?

Prepaid-SIM-Karten gibt es mittlerweile an jeder Ecke. So sind z.B. in Discountern, Tankstellen oder Drogeriemärkten oft Starterpakete zu erhältlich, die man online registrieren kann. Zunächst werden Prepaid-Karten noch einige Monate ohne Ausweis zu erwerben sein.

Das neue Gesetz gibt den Verkäufern eine Frist von zwölf Monaten um die Überprüfung des Ausweises beim Kauf einer Prepaid-Karte einzuführen. Die Provider sind allerdings schon bislang schon durch das Telekommunikationsgesetz verpflichtet die Daten zu erheben. Meist geschieht dies durch eine Registrierung auf einer Internetseite. Doch viele Provider überprüfen diese Daten bisher noch nicht auf ihre Echtheit beziehungsweise nur auf ihre Plausibilität. Es sollte also eine existierende Stadt und Straße bei der Registrierung angegeben werden.

SIM-Karten von der Tankstelle - Nicht alle lassen sich davon dauerhaft anonym registrierenSIM-Karten von der Tankstelle – Nicht alle lassen sich davon dauerhaft anonym registrieren

Wesentlich einfacher ist es bereits registrierte SIM-Karten zu kaufen. Diese werden oft in kleineren Handyläden, die nicht an einen Provider gebunden sind, oder in Internetcafés angeboten. Fragt dort einfach einmal nach.

Über die Tauschbörse für Prepaid-Handykarten ist es ebenfalls möglich eine SIM-Karte die nicht auf den eigenen Namen registriert ist zu bekommen. Hier ist jedoch zu beachten, dass man auch selbst eine Karte zur Verfügung stellen muss, die dann jemand anderes verwenden kann.

Da es in der Vergangenheit manchmal vorgekommen ist, dass Provider auch nachträglich noch die angegebenen Daten per Brief verifizieren ist es empfehlenswert mindestens zwei Karten verschiedener Anbieter zu kaufen, bevor es durch die Gesetzesänderung erschwert wird an neue anonyme SIM-Karten zu kommen.

Was ist bei anonymen SIM-Karten zu beachten?

Anonyme SIM-Karten bieten keinen vollständigen Schutz der Privatsphäre. Durch Kontakt- oder Bewegungsprofile kann man gegebenenfalls dennoch hinter die wahre Identität des Nutzers kommen, jedoch ist dies deutlich aufwändiger als einfach die beim Provider gespeicherten Personalien abzufragen. So laufen z.B. Abmahungen wahrscheinlich ins Leere.

Weiter zu beachten ist, dass man sich nicht anderweitig die eigene Identität preisgibt. Wenn man eine anonyme SIM-Karte oder eine Aufladekarte für diese kauft, sollte man dafür Bargeld verwenden und nicht mit der EC-Karte bezahlen. Die Vorratsdatenspeicherung sieht auch die Speicherung der Geräteidentifikationsummer eines Handys, der sogenannten IMEI, vor. Wer also eine anonyme SIM-Karte im gleichen Gerät abwechselnd mit einer SIM-Karte benutzt, die mit echten Daten registriert ist, kann so ebenfalls identifiziert werden.

Der Beitrag Bundesregierung verbietet anonyme Prepaid-SIMs, wir verlosen welche erschien zuerst auf Piratenpartei Baden-Württemberg.

by Sebastian at 23. June 2016 02:17 PM

22. June 2016

Blog der Berliner Piraten

Vom Flughafen zum Creative District

Der Berliner Senat hat endlich beschlossen, die Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof zu einem Zentrum für Kreative und Kultur zu machen. PIRATEN Berlin befürworten diese Entscheidung. 
Dieses Vorhaben soll unter dem schönen Namen „Berlin Creative District“ vorangetrieben werden. Selbstverständlich sind die PIRATEN Berlin mit dieser Entscheidung prinzipiell sehr zufrieden. Zu dem vorausgegangenen Planungsprozess sagt Alexander Spies, Vorsitzender der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und Listenkandidat für die Wahlen 2016: 
„Ich freue mich, dass der von den PIRATEN unterstützte Entwicklungs- und Planungsprozess positive Früchte trägt. Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft sind die Erfolgsmotoren unserer Wirtschaft, unseres bunten Berlins. Jedoch muss auch klar sein – Wahlkampfglöckchen ick hör dir klingeln. Zu befürchten ist nämlich, dass auch diese Ankündigung eine von vielen ist und nach dem Wahltag am 18. September ganz schnell vergessen wird.“ 

Bildquelle: Tempelhof Projekt GmbH, www.thf-berlin.de

by Gabriele Biwanke-Wenzel at 22. June 2016 02:21 PM

Flaschenpost

Medienmittwoch: Der Herr der Floppy Disc

Medienmittwoch | CC BY Jonathan Dehn

Video | CC BY Jonathan Dehn

Video | CC BY Jonathan Dehn

Zwei Freunde finden ein uraltes Relikt vergessener Zeiten, das einst dem Bösen gehörte und imstande ist, die Welt zu zerstören. Die einzige Möglichkeit, es zu vernichten, besteht darin, es direkt in den Hort des bösen Herrschers zu bringen. Klingt bekannt? In etwa wie die grobe Rahmenhandlung von “Der Herr der Ringe”? Aber: Bei den zwei Freunden handelt es sich um Tim und Sascha. Das uralte Relikt ist eine 5 1/4-Zoll Floppy Disc mit einem Supervirus und das Böse manifestiert sich in einem Konzern, der alle Spiele außer den selbst produzierten verbietet. Außerdem heißt der Film “Der Herr der Floppy Disc”. Klingt nach einer Parodie auf “Der Herr der Ringe”? Ja, das ist vollkommen korrekt. Aber nicht die ganze Geschichte.

Das studentische Projekt mit dem schön generischen Namen “RISAG Entertainment” hat sich diese Story nämlich ausgedacht, um nicht nur bekannte Filme und Klischees auf die Schippe zu nehmen, sondern auch ihre Liebe zum Gaming auszudrücken. Denn Tim und Sascha sind leidenschaftliche Zocker und der Film namens “Der Herr der Floppy Disc” punktet nicht nur mit Anspielungen auf Filme, sondern eben auch mit einer ganzen Ladung voll mit Referenzen zu bekannten Games.

Dabei gibt es während der beinahe 90 Minuten Spieldauer zwar ein paar Längen und nicht alle Schauspieler erreichen Al Pacino-Niveau, aber das ist bei einer Laien-Produktion ja auch kaum zu erwarten. Für die Möglichkeiten, die ein Projekt mit so einem niedrigen Budget hat, haben die Produzenten sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und viel Herzblut in den Film gesteckt. Und das merkt man auch. Für alle, die etwas für Fantasy- und Game-Parodien übrig haben, lohnt sich ein Blick auf “Der Herr der Floppy Disc”!

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by Peter Oliver Greza at 22. June 2016 08:01 AM

21. June 2016

Blog der Berliner Piraten

Danke, Frank!

Botschaft an Innensenator Frank Henkel von Bruno Kramm, Landesvorsitzender der PIRATEN Berlin und Spitzenkandidat zur Wahl ins Abgeordnetenhaus:

Lieber Frank,

nach den gemeinsamen Jahren in Berlin möchten wir Dir danken. Nicht für die Gefahrengebiete, nicht für Zeltplatzverbote, nicht für Deine gelebte Mitmenschlichkeit geflüchteten Menschen gegenüber, nicht für Deinen hemmungslosen Aktionismus und nicht für Deine vollmundigen Verwaltungsreförmchen.
Nein – wir danken Dir als PIRATEN und Überwachungsgegner. Wir danken Dir dafür, dass Du Deine anlasslos lächerliche flächendeckende Kameraüberwachung, die Du Dir sicher bei Deinem letzten Londonbesuch abgeschaut hast, so toll im Terminkalender platziert hast, dass sie einfach nicht mehr eingebracht werden kann. Das nenn ich mal in Tagen der EM ein gelungenes Passpiel. Danke dafür.

Wir wissen jetzt wie Du das mit deiner Kampagne vom „Starken Berlin“ gemeint hast. Berlin müsste verdammt stark sein, um mit nem Vollprofi wie Dir als Bürgermeister klar zu kommen.
Aber weisste was: Wir Berliner haben schon die schlimmsten Krisen zu allen Zeiten mit und ohne Mauer mit Sarkasmus und Eigenintitiative gemeistert. Und wenn wir PIRATEN dann wieder ins AGH (Abgeordnetenhaus) einziehen, werden wir uns direkt darum kümmern, dass Du nicht in Vergessenheit gerätst und Dir ein kleines Denkmal setzen, das dann jedem Abgeordneten als mahnendes Beispiel für selbstloses, aufopferndes Regieren in Berlin überreicht wird: Eine henkellose Tasse.

Danke Dir und nix für ungut, bist bestimmt n feiner Kerl, wir wissen nur noch immer nicht welchen Beruf Du hast.

by Bruno Kramm at 21. June 2016 09:08 PM

Piratenpartei Hessen

Ausschreibung: Ausrichtung der Aufstellungsversammlung zur Bundestagswahl 2017

Aufstellungsversammlung Bundestagswahl Grünberg

Der Landesvorstand schreibt hiermit die Ausrichtung der Aufstellungsversammlung (AV) zur Wahl der Landesliste zur Bundestagswahl 2017 (BTW 2017) aus.

Das Angebot soll folgenden Punkte enthalten:

  • Orgaverantwortlicher und Orgateam
  • Beschreibung des Veranstaltungsorts
  • Fassungsvermögen der Räume
  • Finanzielle Kalkulation
  • Angaben zum Verpflegungskonzept und Verpflegungskosten
  • Angaben über die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Angaben über die Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten für PKW
  • Angaben zu möglicher Internetanbindung für Stream und/oder Versammlung


Termin
Die AV zur BTW 2017 soll an einem Wochenende Mitte bis Ende Januar 2017 stattfinden.

Räumlichkeiten

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by protter at 21. June 2016 09:21 AM